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Sammlung historischer mathematischer Modelle

Allgemein
BezeichnungSammlung historischer mathematischer Modelle
UniversitätMartin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
UniversitätsortHalle (Saale)
Museums- und SammlungsartNaturwissenschaft & Technik
Museums- und SammlungsformLehrsammlung
SammlungsschwerpunktGeometrie · Mathematik
Externe Links
AdresseMartin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Mathematik
Theodor-Lieser-Straße 5
06120 Halle (Saale)
ÖffnungszeitenFührungen nach Vereinbarung
KontaktProf. Karin Richter (Sammlungsleiterin)
karin.richter@mathematik.uni-halle.de
Telefon: +49 (0) 345 55 24681
BeschreibungAm Fachbereich Mathematik und Informatik der Universität Halle-Wittenberg existiert eine umfangreiche Sammlung historischer mathematischer und kinematischer Modelle, die noch als Lehrsammlung genutzt wird. Die etwa 400 Objekte dienen der Demonstration und Veranschaulichung von Erkenntnissen aus Analysis, Funktionentheorie, Geometrie und Topologie. Im einzelnen handelt es sich um Faden-, Draht-, Gips-, Holz- und Pappmodelle.

Mechanische Hilfsmittel wie Rechenmaschinen bereichern diese bedeutende akademische Sammlung. Es wird angenommen, dass der Fachbereich Mathematik und Informatik über die Mehrheit der durch die Firmen Brill und Schilling zwischen 1875 und 1925 angefertigten Modelle verfügt. Die Objekte befinden sich in sehr gutem restaurierten Zustand, mit Ausnahmen von einigen wenigen Faden- und Drahtmodellen, die noch einer dringenden Restaurierung bedürfen.

Die Sammlung ordnet sich sowohl von ihrem Umfang, ihrem mathematischen Gehalt und ihrer Vollständigkeit, als auch von ihrem besonders guten Erhaltungszustand her durchaus in die Reihe der besonderen deutschen historischen mathematischen Sammlungen ein. 
SonstigesDie aktive Nutzung der Sammlung beinhaltet sowohl den wissenschaftlichen als auch den wissenschaftshistorischen als auch den universitären Lehr-Aspekt.
Die Sammlung ist zugänglich durch eine aktuell in Überarbeitung befindliche digitale Dokumentation, Printmaterialien (Kurz-Dokumentation zur Sammlung) sowie Sammlungsbesuche nach Vereinbarung.
Bildungsaktivitäten (sowohl im universitären als auch im schulischen und Erwachsenenbildungsbereich) gehören ebenso wie Ausstellungsaktivitäten dazu. 
Stand der InformationenJanuar 2011
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungDie Objekte der Sammlung sind einzeln beschrieben und online recherchierbar (u.a. Klassifikation, Material und Literaturhinweise). 
Bedeutende Teilbeständenach Personen:
  • Modelle von Ernst Eduard Kummer (1810-1893)
  • Modelle von Karl Friedrich Rodenberg (1851-1933)
  • Modelle von Walther von Dyck (1856-1934)
  • Modelle von Alexander von Brill (1842-1935)

nach Formen:
  • Sammlung von Algebraischen Flächen
  • Sammlung von Modellen zur Differentialgeometrie
  • Sammlung von Riemannschen Flächen
  • Sammlung von Kinematischen Modellen
  • Sammlung von Instrumenten und Apparaten
  • Sammlung von Polyedern
  • Sammlung von Topologien
  
Geschichte
Ereignisse
  • Zwischen 1880 und 1925 (vermutlich) Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteDie Wurzeln der Sammlung mathematischer Modelle liegen in dem 1839 in Halle gegründeten Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Seminar, aus dem sich durch Bemühungen von Georg Cantor (1845-1918) und Albert Wangerin (1844-1933) das selbständige Seminar für Mathematik bildete. Die Sammlung ist in den Jahren um 1880 bis ca. 1925 entstanden. Sie wurde durch das damalige Mathematische Seminar der Universität zu Lehrzwecken angeschafft.

Die Modelle wurden durch die Firma Brill resp. ihre Nachfolger-Firma Martin Schilling für den Unterrichtsgebrauch hergestellt. Die Produktion dieser Objekte, initiiert durch die bedeutenden Mathematiker Felix Klein (1849-1925) und Alexander von Brill (1842-1935) und von weiteren führenden Mathematikern ihrer Zeit nachdrücklich und aktiv angenommen und unterstützt, stand in engem Zusammenhang mit einer methodischen Neuorientierung des Mathematikunterrrichts gegen Ende des 19. Jahrhunderts und erstreckte sich über den Zeitraum von 1875 bis 1925. Danach wurde die Modellproduktion vollständig eingestellt. 
  
Publikationen
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