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Martius-Pharmakognosie-Sammlung

Allgemein
BezeichnungMartius-Pharmakognosie-Sammlung
UniversitätFriedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
UniversitätsortErlangen
Museums- und SammlungsartNaturwissenschaft & Technik
Museums- und SammlungsformSammlung
SammlungsschwerpunktBiologie · Medizin · Medizingeschichte · Mykologie · Pharmakognosie · Pharmazie · Pharmaziegeschichte
Externe Links
AdresseFriedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Emil-Fischer-Zentrum
Schuhstraße 19
91052 Erlangen
ÖffnungszeitenAuf Anfrage für wissenschaftliche Zwecke zugänglich
KontaktProf. Dr. Peter Gmeiner
peter.gmeiner@fau.de
Telefon: 09131 8529383
Udo Andraschke (Zentralkustos)
udo.andraschke@fau.de
Telefon: +49 (0) 9131 85 20745
Prof. Dr. Karl Knobloch (Apotheker und Biologe)
karl.knobloch@fau.de
Telefon: +49 (0) 911 20 3141
BeschreibungDie Sammlung gibt einen nahezu vollständigen Überblick über die um 1800 bekannten Arznei- und deren Ausgangsstoffe. Benannt ist sie nach ihrem Urheber, dem Hof- und Universitäts-Apotheker Ernst Wilhelm Martius (1756-1849), der in Erlangen natürliche Arznei-Rohstoffe aus aller Welt zusammentrug. Die Sammlung beinhaltet pflanzliche, tierische und mineralische Stoffe. 
SonstigesHerr Prof. Dr. Karl Knobloch veranstaltet jedes Semester für die interessierte Öffentlichkeit eine Führung durch die Sammlung mit einem anschließenden Vortrag zu einem ausgewählten Sammlungsobjekt. Die Termine finden sich auf der Website. 
  
Bestände
Objektgruppen
Bedeutende Teilbestände
  • Sammlung aus dem Tierreich
  • Sammlung aus dem Pflanzenreich (darunter: Brasilianische Heilmittel)
  • Sammlung von Chemikalien (Bergbau- und Hüttenprodukte)
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1818 (vermutlich) Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
Geschichte1818 erhielt der Erlanger Hofapotheker Ernst Wilhelm Martius (1756-1849) von der Friedrich-Alexander-Universität den Auftrag, Vorlesungen über „Pharmazie und pharmazeutische Waarenkunde“ zu halten. Zu dieser Zeit begann er mit der Sammlung natürlicher Rohstoffe aus aller Welt, welche als Ausgangsmaterial für Arzneien, Nahrungsmittel und Bedarfsgegenstände galten. Ziel war es, die Ausbildung der Studierenden nicht nur in Bezug auf Wirkungsweise und Beschreibung der Arzneistoffe zu verbessern, sondern ihnen auch die Ausgangsprodukte und deren Naturgeschichte näher zu bringen.
Der Erfolg zeigte sich dadurch, dass sein Sohn Theodor Wilhelm Christian Martius (1796-1863) die Sammlung erweiterte. Dieser wurde ebenfalls Dozent an der Universität und trat damit die Nachfolge seines Vaters an. Ab 1848 war er Professor für Pharmazie und Pharmakognosie („Drogenkunde“). Die Studenten experimentierten in seinem Apotheken-Labor, das er der Universität zur Verfügung stellte.
Sein älterer Bruder Carl Friedrich Philipp von Martius, (1794-1868) trug ebenfalls zur Erweiterung der Sammlung bei, besonders da er als Professor der Botanik in München und als bekannter Naturforscher im Auftrage des bayrischen Königs auf Exkursion nach Brasilien fahren konnte.
Die pharmakognostisch-pharmazeutisch-technische Sammlung des Dr. Theodor W. Ch. Martius wurde 1847 in einem „numerischen Verzeichnis“ erfasst. Sie beinhaltete insgesamt 1841 Objekte aus allen drei „Reichen der Natur“: Tierreich, Pflanzenreich und den Chemikalien. Die Sammlung wurde 1862 von der Universität erworben und war dann für lange Zeit vergessen und verstreut in verschiedenen Instituten um den Schlossgarten aufbewahrt. 1959 wurde die Sammlung auf Betreiben des Pharmaziehistorikers Prof. Dr. Wolfgang Schneider (1912-2008) wieder für die Studierenden zugänglich gemacht und befindet sich seitdem im Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie.

Dressendörfer, 1993 
  
Publikationen
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