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Modellsammlung der Mathematik

Allgemein
BezeichnungModellsammlung der Mathematik
UniversitätTechnische Universität München
UniversitätsortMünchen
Museums- und SammlungsartNaturwissenschaft & Technik
Museums- und SammlungsformLehrsammlung
SammlungsschwerpunktGeometrie · Mathematik
Externe Links
AdresseTechnische Universität München
Zentrum Mathematik
Lehrstuhl für Geometrie und Visualisierung
Boltzmannstr. 3
85757 Garching
ÖffnungszeitenMontag 14:00 - 16:00 Uhr Mittwoch 14:00 - 16:00 Uhr und nach Vereinbarung
Kontaktix-quadrat@ma.tum.de

Prof. Jürgen Richter-Gebert
richter@ma.tum.de
Telefon: +49 (0) 89 289 183 59
BeschreibungAm Lehrstuhl für Geometrie und Visualisierung der Technischen Universität München existierten noch Teile einer umfangreichen Sammlung mathematischer Modelle, die vor allem zwischen 1875 und 1912 aufgebaut wurde.
Die Modelle bestehen größtenteils aus Karton und einige Exemplare aus Metall. 
Stand der InformationenAugust 2010
  
Bestände
Objektgruppen
Bedeutende TeilbeständeEs gibt keine Informationen zu Teilbeständen.
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1875 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteBereits 1823 war die Einrichtung einer speziellen mathematischen Modellsammlung durch Johann Späth vorgeschlagen worden. Letztendlich oblag es ein halbes Jahrhundert später dem Mathematiker und Physiker Felix Klein (1849-1925) die Sammlung aufzubauen.

Klein studierte in Bonn, Göttingen und Berlin. Nach seiner Promotion bei Julius Plücker (1801-1868) 1868 ging er nach Aufenthalten in Paris, Göttingen (Habilitation 1871) und Erlangen 1875 an die sieben Jahre vorher gegründete Technische Hochschule in München. Zusammen mit Alexander von Brill (1842-1935) und Sebastian Finsterwalder (1862-1951) lehrte Klein als Professor für Mathematik. Alle drei waren maßgeblich am Auf- und Ausbau der Sammlung beteiligt, wobei von Brill die Werkstatt zur Herstellung der Modelle leitete. Die dortigen Modelle entstanden zumeist in Gips und wurden gelegentlich auch in kleinen Serien gefertigt. Alexander von Brills Bruder Ludwig vertrieb einige dieser Modelle über den von ihm geführten Verlag. Ein Großteil dieser "Duplikate" ging an die Tübinger mathematische Modellsammlung.

Zu Kleins Schülern gehörte Walther von Dyck (1856-1934), der 1884 die Professur in München übernahm und 99 Semester an der TH lehrte. 1892 gab er den Katalog mathematischer Modelle heraus. Der Mathematiker Ludwig Burmester (1840-1927) folgte 1887 einem Ruf nach München. Auch Burmester konstruierte Modelle für die Mathematik.

Im Jahre 1902 wurde ein Extraordinariat für den Mathematiker Karl Doehlemann (1864-1926) eingerichtet. Dieser kaufte nicht nur Gemälde, die er anschaulich in seinem Mathematikunterricht einsetzte, um Fehler in der Zeichenperspektive aufzuzeigen, sondern ließ die Studierenden zahlreiche Modelle aus Karton und Blech anfertigen. Diese Sammlung überließ er nach seiner Emeritierung 1912 dem Mathematischen Seminar der Universität. Sie war im Raum 392 im 1. Stock des Flügelbaus in mehren Glasschränken in zwei Etagen untergebracht. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Interesse an der Nutzung der Sammlung im akademischen Unterricht bereits rapide nachgelassen. Die Sammlung verwaiste zusehends. Einige Reste befinden sich heute noch im Besitz der Hochschule.

Seit der Entwicklung der Computertechnik und dem damit einhergehenden Interesse an Mathematik rücken auch die mathematischen Modelle wieder mehr in das Licht der Öffentlichkeit, was ihr Erscheinen auf zahlreichen Ausstellung in den letzten zwei Jahrzehnten belegt.

Toepell, 1991; Müller 2002 
  
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