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Modell eines künstlich verformten "chinesischen" Frauenfußes

Allgemein
TitelModell eines künstlich verformten "chinesischen" Frauenfußes
Einzelmodell/ Gruppe/ ReiheEinzelmodell
ModellartModelle von Lebewesen und biologischen Systemen
Stand der InformationenJanuar 2011
  
Formale Beschreibung
MaßstabVerkleinerung 1:3
MaterialGips
HerstellungstechnikHandarbeit
Einzel-/ MehrfachanfertigungMehrfachfertigung
Statisch/BeweglichStatisch
ZerlegbarkeitNicht zerlegbar
  
Inhaltliche Beschreibung
DisziplinAnatomie · Anthropologie · Medizin
VerwendungszweckForschungsobjekt · Präsentationsobjekt
Herstellungsjahrvor 1870
HerstellungsortHalle
Herstellung/Vertrieb
Weitere InformationenDas Modell basiert auf einer Vorlage, die der Anatom Hermann Welcker von einem Schiffskapitän erhalten hatte. Dieses erste Objekt stellte den verkrüppelten Fuß einer Chinesin in Originalgröße dar. Zu Welcker gelangte es in Seidenstoffen und ergänzt durch einen kunstvoll verzierten Pantoffel.

Welcker vermaß den Fuß und modellierte ihn im Maßstab 1:3. Sein Ziel war es, die Skelettverformung nachzubilden und sichtbar zu machen, wobei ihm das Modell zur Generierung von Erkenntnis ein reales Präparat ersetzte. 
Publikationen
  
Bezugsgegenstand
BezugsgegenstandVerkrüppelter "chinesischer" Frauenfuß
LebewesenMensch
Körperteil / OrganBein
OrgansystemeSkelettsystem
Person
Externe Links
Bezugsgegenstand
Beschreibung
Künstlich verformte "chinesische" Frauenfüße waren im (rassen-)anthropologischen Diskurs des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts beliebte Forschungsgegenstände. Sie wurden gesammelt, vermessen, je nach Art der Verformung klassifiziert und nachmodelliert. Von derlei Forschungen zeugt beispielsweise Hans Virchows Publikation "Die Füße der Chinesin" von 1913 oder Präparate des Wiener Anatomen Joseph Hyrtl. 
  
Bestandsnachweis
Anatomische Sammlungen (Meckelsche Sammlungen), Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg · Details