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Wissenschaftliche Nachlässe des Frobenius-Instituts

Allgemein
BezeichnungWissenschaftliche Nachlässe des Frobenius-Instituts
Besonderer StatusAssoziierte Sammlung
UniversitätJohann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
UniversitätsortFrankfurt (Main)
Museums- und SammlungsartEthnologie & Kulturanthropologie
Museums- und SammlungsformSonstige Sammlungsform
SammlungsschwerpunktEthnologie
Externe Links
AdresseFrobenius-Institut an der Johann Wolfgang Goethe-Universität
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
ÖffnungszeitenMo-Fr 9 - 18 Uhr nach Vereinbarung
KontaktDr. Richard Kuba (Sammlungsleiter)
kuba@em.uni-frankfurt.de
Telefon: +49 (0) 69 798 33056
BeschreibungDer traditionelle Schwerpunkt der Arbeit des Frobenius-Instituts lag auf der Erforschung afrikanischer Kulturen und deren Geschichte. Das Institut wurde 1925 der Universität in Frankfurt am Main angegliedert, blieb aber weiterhin eine selbstständige Einheit, womit die Sammlungen bis heute als assoziierte Sammlungen anzusehen sind.
Das Institut betreut zur Zeit die wissenschaftlichen Nachlässe der Ethnologen Hermann Baumann (1902-1972), Leo Frobenius (1873-1938), Eike Haberland (1924-1992), Karin Hahn-Hissink (1907-1981), Adolf Ellegard Jensen (1899-1965) und Friedrich Rudolf Lehmann (1887-1969). 
Stand der InformationenJuli 2013
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungDie wissenschaftlichen Nachlässe wurden in den vergangenen Jahren erschlossen. Drei (Frobenius,
Jensen, Möbus) sind in einer internen Datenbank komplett erfasst. Für einen weiteren liegen ausführliche Findlisten vor. Fünf andere Nachlässe sollen in den kommenden Jahren sukzessive erschlossen werden. Für den Nachlass Hahn-Hissink ist ein Vor-Antrag bei der VW-Stiftung gestellt. Zur
Zeit gibt es noch keine konkreten Pläne zur Veröffentlichung der internen Nachlass-Datenbank. (Stand: Mai 2009) 
Bedeutende Teilbestände
  • Nachlass von Hermann Baumann (1902-1972) (Umfang des Nachlasses: Dias, Notizbücher und Diverses von Hermann Baumanns Forschungsreise nach Angola im Jahre 1954, Manuskript über die Geschichte und Ethnologie Angolas)
  • Nachlass von Leo Frobenius (1873-1938) (Umfang des Nachlasses: Tagebücher, Werkmanuskripte, Vorlesungen, Notizbücher, Briefwechsel)
  • Nachlass von Eike Haberland (1924-1992) (Umfang des Nachlasses: 7 Kisten mit Briefen, Manuskripten, Fotos, Sammlungen)
  • Nachlass von Karin Hahn-Hissink (1907-1981) (Umfang des Nachlasses: 11 Kisten mit Tagebüchern, Briefen, Manuskripten, Lebensdokumenten, Sammlungen)
  • Nachlass von Adolf Ellegard Jensen (1899-1965) (Umfang des Nachlasses: 2 Kisten mit Briefen, Manuskripten, Notiz- und Tagebüchern, Zeichnungen und Skizzen)
  • Nachlass von Friedrich Rudolf Lehmann (1887-1969) (Umfang des Nachlasses: 7 Kisten mit Briefen, Manuskripten, Notizen, Fotos, Sammlungen, Karten, Vorlesungen)
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1925 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteLeo Frobenius (1873-1938) gründete 1898 in Berlin das „Afrika-Archiv“ in Form einer privaten Stiftung. Kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kam das Archiv nach München. 1920 entstand daraus das „Forschungsinstitut für Kulturmorphologie“, dass fünf Jahre später nach Frankfurt am Main übersiedelte und der Johann Wolfgang Goethe-Universität angegliedert wurde.
Frobenius erhielt einen Lehrauftrag für Kultur- und Völkerkunde. 1934 übernahm Frobenius auch das Direktorat des Städtischen Museums für Völkerkunde. In der Zeit des Zweiten Weltkrieges ruhten die Forschungen, auch die Reisetätigkeit war eingeschränkt.
Seit 1946 trägt das Frobenius-Institut den Namen seines Gründers. Im gleichen Jahr, dann bis 1965, übernahm Adolf Ellegard Jensen (1899-1965) die Institutsleitung. Die Berücksichtigung der Kulturen aller sogenannten „Naturvölker“ entsprach dem universalen Ansatz der „kulturmorphologischer Theorie“ von Frobenius. Unter der Leitung von Jensen wurde diese Tendenz verstärkt: Von den zehn Forschungsreisen des Frobenius-Instituts, die zwischen 1950 und 1964 unternommen wurden, führten drei nach Süd- und Mittelamerika, eine nach Indien, und drei in den ozeanischen Raum, aber nur noch drei nach Afrika.
1966/67 wurde die durch Personalunion des Direktors gegebene Einheit der völkerkundlichen Institutionen, Museum und Institut, aufgelöst.
Nach Jensen folgten Carl August Schmitz (1920-1966), für ein Jahr, und danach Eike Haberland (1924-1992) bis zu seinem Tod. Gekennzeichnet war diese Zeit durch eine erneute Konzentration auf afrikanische Kulturen und deren Geschichte. Sie führte unter anderem zu einer maßgeblichen Beteiligung des Instituts an der Einrichtung des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereichs "Kulturentwicklung und Sprachgeschichte im Naturraum Westafrikanische Savanne", in dem bis Dezember 2002 über 50 Ethnologen, Linguisten, Geographen, Prähistoriker, Archäologen und Botaniker tätig waren.
Seit 1996 wird das Institut durch Karl-Heinz Kohl geleitet.
Zurzeit wird wieder eine Erweiterung des geographischen Radius der Forschungsarbeiten des Instituts insbesondere um Ostindonesien und Ozeanien angestrebt, Gebiete, in denen vor allem unter Adolf Ellegard Jensen und Carl August Schmitz Forschungen initiiert worden waren.

Website der Sammlung 
  
Publikationen
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