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Sammlung textile Alltagskultur

Allgemein
BezeichnungSammlung textile Alltagskultur
UniversitätCarl von Ossietzky-Universität Oldenburg
UniversitätsortOldenburg
Museums- und SammlungsartEthnologie & Kulturanthropologie
Museums- und SammlungsformLehr- und Forschungssammlung
SammlungsschwerpunktEthnologie · Kulturgeschichte · Kunst · Materialwissenschaft und Werkstofftechnik
Externe Links
AdresseCarl von Ossietzky-Universität Oldenburg
Fakultät III - Sprach- und Kulturwissenschaften
Institut für Materielle Kultur
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg
ÖffnungszeitenÖffnungszeiten siehe Homepage Führungen nach Vereinbarung
Kontaktsammlung-materiellekultur@uni-oldenburg.de
Telefon: +49 (0) 441 798 2167

Christina Freund (Stellvertretende Kustodin)
christina.freund@uni-oldenburg.de
Telefon: +49 (0)441 798 2167

Carolin Krämer (Kustodin)
materiellekultur@uol.de
Telefon: +49 (0) 441) 798 2167
BeschreibungDie Sammlung des Instituts für Materielle Kultur gliedert sich in vier Sammlungsgebiete: Kleider und Geschichten, Textilobjekte, Schriften sowie Stoffe. Sie umfasst 400 Stoffmuster, 950 Textilobjekte, 1700 Kleidungsstücke und 4800 Schriften.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf Alltagskultur. Die Objekte sind den Lehrenden und Studierenden zugänglich und werden regelmäßig in der Lehre am Institut eingesetzt. Dabei wird neben dem methodischen Arbeiten mit textilen Objekten, die Vermittlung von Objekten an verschiedene Zielgruppen, die inhaltliche Auseinandersetzung und die Einführung in museale Arbeitstechniken geschult. Die Objekte werden außerdem in studentische (Gestaltungs-)Projekte eingebunden. Die Sammlung bietet ein großes Potenzial für Abschluss- und Forschungsarbeiten. Die Verschränkung von Objekten der Alltagskultur und ihrer Objektbiografie macht die Sammlung zu etwas Besonderem.

In unser aller Leben spielen Kleidung, textile Objekte und Stoffe eine wichtige Rolle. An ihnen kann man nicht nur wechselnde Moden nachvollziehen, sondern auch politische und gesellschaftliche Veränderungen, Änderungen in der Arbeitswelt oder dem Umweltbewusstsein.

Mit der Sammlung sollen Studenten und Studentinnen wissenschaftliches Arbeiten mit Objekten – von Beschreibung bis Quellenkritik – erlernen. 
Stand der InformationenJuli 2016
  
Bestände
Objektgruppen
Bedeutende TeilbeständeDie vier Teilbereiche haben jeweils eigene Schwerpunkte.
Im Bereich Kleid und Geschichte wird vor allem getragene Alltagskleidung des 20. und 21. Jahrhunderts gesammelt. Das Besondere ist, dass seit Beginn der Sammlung die Objektbiografie mitgesammelt wurde, sodass heute neben den Objekten selbst eine große Menge an Kontextmaterial zur Verfügung steht. Durch Forschungsprojekte am Institut gibt es Schwerpunkte im Bereich der Hausschuhe im Kontext einer textilen Markierung von Privatheit und Jeans unter Aspekten von Vermodung und Ökomoden.

Der Bereich Textilobjekte umfasst neben Objekten aus Textil, die keine Kleidung sind, auch Objekte zur Herstellung oder Nutzung von Textilien sowie Arbeitsproben aus der universitären Lehre und verschiedener Handwerksberufe.

Das Schriftenarchiv umfasst eine große Sammlung an Modekatalogen und –zeitschriften. Zudem gibt es eine Sammlung an Dokumentationsfilmen zu den Themen Mode, Textilien und Nachhaltigkeit. Ergänzend gibt es fachdidaktische Bücher und eine vollständige Sammlung der CIBA-Rundschauen. Das Alleinstellungsmerkmal des Schriftenarchivs bilden die Bestände an Werbekatalogen im Bereich der nachhaltigen Mode seit 1992.

Im Bereich Stoffe bewahrt das Institut Muster verschiedener textiler Oberflächen. Diese werden vor allem zur Vermittlung verschiedener Analysemethoden genutzt. Aktuell gibt es mit den Bereichen Hanf- und Flortextilien zwei Schwerpunkte, die allerdings jetzt durch biozertifizierten Stoffe, technischen Textilien und aktuelle Entwicklungen im Textildesign mit Schwerpunkt Oberflächenbearbeitung abgelöst werden.
  
Geschichte
Ereignisse
  • Zwischen 1990 und 1995 (vermutlich) Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteDie Sammlung wurde 1979 von Prof. Ingrid Köller begründet und Anfang der 1990er Jahre an die Universität übertragen. Seit 1996 wird die Sammlung von Prof. Karen Ellwanger fortgeführt. Sie ist von Beginn an als Lehrsammlung angelegt und wird bis heute als solche genutzt. Die Sammlung wird vor allem durch Spenden von Studierenden und Universitätsangehörigen aber auch Externen erweitert. Zudem wird die Sammlung im Rahmen von Kooperationsprojekten, z.B. Kostüme aus Musiktheaterstücken der Universität, vergrößert.

Seit 2015 wird die Sammlung wieder stärker in den Fokus genommen. Dazu wurde ein Sammlungskuratorium gegründet und das Amt eines_r Kustod_in eingesetzt. Als erstes wurde mit dem Verfassen eines Sammlungskonzeptes begonnen. Im Rahmen dessen wurden auch organisatorische und strukturelle Arbeitsweisen mit der Sammlung auf den Prüfstand gestellt und zum Teil ergänzt oder erneuert. Die Sammlung befindet sich aktuell in einer Umbruchphase und soll in Zukunft intensiver betreut werden, damit die Objekte auch zukünftigen Studierenden zur Verfügung steht. Ein weiteres Ziel ist es die Bekanntheit der Sammlung zu steigern, um die Forschung mit und über die Objekte zu stärken und dadurch Wissenslücken zu schließen. 
  
Publikationen