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Physikalische Sammlung

Allgemein
BezeichnungPhysikalische Sammlung
UniversitätEberhard Karls Universität Tübingen
UniversitätsortTübingen
Museums- und SammlungsartNaturwissenschaft & Technik
Museums- und SammlungsformHistorische Sammlung
SammlungsschwerpunktPhysik · Wissenschaftsgeschichte
Externe Links
AdressePhysikalische Sammlung
Physikalisches Institut
Auf der Morgenstelle 14
72076 Tübingen
Öffnungszeitennach Vereinbarung
Kontaktguenter.lang@uni-tuebingen.de
Telefon: 07071 2972426

Dr. Günter Lang (Sammlungsbetreuer)
guenter.lang@uni-tuebingen.de
Telefon: +49 (0) 7071 297 2426
BeschreibungDas Physikalische Institut der Tübinger Universität verfügt über eine umfangreiche Lehrsammlung historischer Apparate und Geräte, wie zum Beispiel Messgeräte, Polarisationsapparate oder Beugungsgitter. Darunter befindet sich auch ein elektrostatischer Potentialmultiplikator nach Albert Einstein (1879–1955) aus dem Jahr 1910, der durch den damaligen Tübinger Institutsdirektor Fritz Paschen um 1920 erworben worden ist.
Die Sammlung wird durch einen Briefwechsel zwischen dem Juristen und Altgermanisten Felix Genzmer (1878–1959) und dem Physiker Albert Einstein sowie durch eine kuriose Blechkatze mit angehängtem Miniaturfahrrad ergänzt. Dieses sogenannte „soziable Objekt“ fand in einem studentischen Examensritual Verwendung und spielte als solches bei der „Integration von Expertenteams“ bis in die frühen 1980er Jahre eine Rolle. 
Stand der InformationenJanuar 2012
  
Bestände
Objektgruppen
Bedeutende Teilbestände
  • Briefwechsel zwischen dem Juristen und Altgermanisten Felix Genzmer (1878-1959) und dem Physiker Albert Einstein (1879-1955)
  
Geschichte
Personen
GeschichteDie Universität Tübingen besaß bereits im 16. Jahrhundert eine physikalische Apparatesammlung. Beim Amtsantritt von Christoph Friedrich von Pfleiderer (1736-1821) im Jahre 1782 wurden dem sogenannten Physikalischen Kabinett die Bestände der Alten Adelsakademie übereignet. Unter Herzog Karl wurde die Sammlung beträchtlich vermehrt, fortwährend erweitert und für alle Teile der Physik mit den neuesten Apparaten versehen. 1804 wurden ein großer Saal und mehrere Zimmer des Schlosses für ihre Aufbewahrung eingerichtet.

Im Jahr 1832 wurde Johann Gottlieb Christian Nörrenberg (1787-1862) Professor für Mathematik, Physik und Astronomie in Tübingen. Zahlreiche Apparate und Präparate für seine Experimentalvorlesungen baute er selbst. Am bekanntesten wurde sein Polarisationsapparat, der noch heute bei Augenoptikern in Gebrauch ist. Der 1851 als Nachfolger Nörrenbergs berufene Friedrich Eduard Reusch (1812-1891) bemühte sich mit Elan, den Sammlungsbestand zu vergrößern und zu modernisieren. Tübingen war 1863 die erste Universität, die eine eigene naturwissenschaftliche Fakultät geschaffen hatte. Bereits damals war der Bau eines Physikalischen Institutes in Aussicht genommen. Am 10. Januar 1889 wurde das neue unter Professor Karl Ferdinand Braun (1850-1918) errichtete Institut eingeweiht. Die Arbeits- und Sammlungsräume wurden im Hauptgebäude untergebracht.

Hermann, 1980 
  
Publikationen
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