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Bildarchiv Foto Marburg

Allgemein
BezeichnungBildarchiv Foto Marburg
UniversitätPhilipps-Universität Marburg
UniversitätsortMarburg
Museums- und SammlungsartKulturgeschichte & Kunst
Museums- und SammlungsformSonstige Sammlungsform
SammlungsschwerpunktArchitektur · Kulturgeschichte · Kunst · Kunstgeschichte
Externe Links
AdressePhilipps-Universität Marburg
Bildarchiv Foto Marburg
Biegenstraße 11 (Eingang Wolffstraße)
35037 Marburg
ÖffnungszeitenMo-Fr 8 - 17 Uhr
Kontaktbildarchiv@fotomarburg.de
Telefon: +49 (0) 6421 2823604

Dr. Christian Bracht (Direktor)
bracht@fotomarburg.de
Telefon: +49 (0) 6421 28 23604

Prof. Hubert Locher (Direktor, Professur für Geschichte und Theorie der Bildmedien am Kunstgeschichtlichen Institut)
locher@fotomarburg.de
Telefon: +49 (0) 6421 2824324

Dr. Sonja Feßel (Sammlungsbetreuung)
fessel@fotomarburg.de
Telefon: +49 (0) 6421 28 22194
BeschreibungDas Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg erfüllt in seinem Kernbereich überregionale Aufgaben, indem es in wissenschaftlichen Fotografien Werke der europäischen Kunst und Architektur dokumentiert, insbesondere solche, die im Laufe der Zeit verändert oder vernichtet wurden bzw. in ihrem Erhalt bedroht sind. Es gewährleistet so die Sicherung, Erhaltung und Überlieferung kulturhistorischer Dokumentarfotografien für kommende Generationen.
Das Archiv verwaltet derzeit rund 2 Millionen Fotografien zur Kunst und Architektur von der Antike bis zur Gegenwart. Der Bestand, größtenteils aus Schwarzweißaufnahmen bestehend, umfasst Glasplattennegative, Mittelformat- und Kleinbildnegative jeden Formats. Die Aufnahmen entstehen fortlaufend seit 1870 und dokumentieren schwerpunktmäßig die Kunst und Architektur in Deutschland und den wichtigsten Kulturlandschaften Europas.
Die vorwiegend in eigenen Fotokampagnen entstandenen Aufnahmen des Bildarchivs werden laufend ergänzt durch übernommene Fremdbestände unterschiedlicher Provenienz. Neben Verlagsarchiven und Sammlungen öffentlicher Institutionen werden zahlreiche Fotografennachlässe verwaltet – teilweise in Form von Dauerleihgaben. 
Stand der InformationenOktober 2009
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungDer Bestand ist zu circa 85 Prozent (Stand: April 2009) erfasst und dokumentiert und über einen Bildindex im Internet für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Erfassung begann 1985 und wird seither kontinuierlich durchgeführt. Zuwächse werden zeitnah eingepflegt. Die Bilddatenbank Bildindex der Kunst und Architektur dokumentiert derzeit fast zwei Millionen Bilder.

Der zum großen Teil digital erschlossene Bestand des Bildarchivs Foto Marburg und die Bestände weiterer Kultureinrichtungen im In- und Ausland sind im Internet abrufbar über die Bilddatenbank: Bildindex der Kunst und Architektur (www.bildindex.de) 
Bedeutende Teilbestände
  • Nachlass Walter Hege (1893-1955)
  • Nachlass Helga Schmidt-Glassner (1911-1998)
  • Nachlass Lala Aufsberg (1907-1976)
  • Nachlass Ludwig Bickell (1838-1901)
  • Bildarchiv Karl Ernst Osthaus (1874-1921)
  • Bildarchiv Franz Stoedtner (1870-1946)
  • Bildarchiv Fritz (1854-1893) und Walter Gurlitt
  • Verlag Adolphe Braun & Cie
  • Farbdiaarchiv zur Wand- und Deckenmalerei: 1943-1945
  • Luftbildarchiv Arbeitsstab Albert Speer (1905-1981 )
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1926 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteDas Bildarchiv Marburg wurde 1913 durch den Kunsthistoriker Richard Hamann (1879-1961) angelegt, dem kurz zuvor das neu gegründete Ordinariat für Kunstgeschichte der Marburger Universität übertragen worden war. Eine ausgedehnte fotografische Tätigkeit führte bald zur Begründung einer eigenen fotografischen Abteilung, die zunächst privatwirtschaftlich betrieben wurde. Durch die breite Unterstützung auch von außen entwickelte sich der Bestand, der als Lehrmittelsammlung diente, schnell zu einer umfangreichen Fotosammlung, die bereits 1925 über 20.000 Aufnahmen verfügte. 1926 wurde die „Photographische Abteilung des Kunstgeschichtlichen Seminars“ durch die Universität Marburg übernommen. Durch umfangreiche Fotokampagnen und zahlreiche Archivübernahmen erlangte das seit 1939 unter dem Namen "Photo Marburg" bekannte Bildarchiv schnell nationale Bedeutung. Der Sammlungsausbau diente zum größeren Teil der Sicherung wertvoller älterer Aufnahmen und zu einem geringeren, nicht weniger bedeutsamen Teil der Bereitstellung neuer Aufnahmen.
Heute ist das Bildarchiv Foto Marburg gleichzeitig das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte und stellt mit fast zwei Millionen Aufnahmen eines der weltweit größten Spezialarchive zur europäischen Kunst und Architektur von der Antike bis zur Gegenwart dar.
2009 wurde das Bildarchiv in eine zentrale Einrichtung der Universität mit eigenständigen Forschungsprofil und definierten Serviceaufgaben überführt.

u. a. Boymann, 1925; Broschüre des Museums für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität Marburg, 2009