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Anthropologische Sammlung am Berliner Medizinhistorischen Museum

Allgemein
Bezeichnung
Name
Anthropologische Sammlung am Berliner Medizinhistorischen Museum
Universität
University
Humboldt-Universität zu Berlin
Universitätsort
Location of University
Berlin
Museums- und Sammlungsart
Type of Museum or Collection
Medizin
Museums- und Sammlungsform
Form of Museum or Collection
Forschungssammlung
Sammlungsschwerpunkt
Disciplinary Focus of Collection
Anthropologie · Medizin · Medizingeschichte · Medizinische Anthropologie
Externe Links
External Links
Adresse
Address
Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité
Campus Charité Mitte
Charitéplatz 1 (ehemals Schumannstr. 20/21)
10117 Berlin 
Öffnungszeiten
Opening Hours
Für wissenschaftliche Zwecke nach Vereinbarung zugänglich 
Kontakt
Contact
Prof. Dr. Thomas Schnalke
bmm@charite.de
Telefon: + 49 (0) 30 450 36 077
Fax: + 49 (0) 30 450 53 6905
Beschreibung
Description
Die anthropologische Sammlung Rudolf Ludwig Karl Virchows (1821-1902) existiert als solche seit 1905. Durch mehr als 4.000 Nummern sind vorwiegend menschliche Kranien bzw. Kalvarien gekennzeichnet. Daneben finden sich im Sammlungsgut aber auch postkraniale Skelettreste, einzelne Primatenschädel und sonstige Tierknochen sowie so genannte Anthropologika (Haarreste, Gipsabgüsse von Skelettelementen oder ganzen Körperteilen - z.B. von Kröpfen sowie ehedem auch Flüssigpräparate). Hinsichtlich ihrer Zeitstellung leiten die musealen Objekte in Einzelfällen bis in das Neolithikum zurück. Neben der Rudolf-Virchow-Sammlung werden rund 6.000 weitere Schädel bzw. postkraniale Skelettreste menschlicher Individuen von gleichem Charakter betreut. Letztere stammen aus den Beständen des alten Berliner Völkerkundemuseums. Beide Sammlungen verbindet darüber hinaus ein gemeinsames Schicksal, dessen Tiefen noch nicht ausgelotet sind. 
Stand der Informationen
Last Update
März 2009
  
Bestände
Objektgruppen
Object Groups
Stand der Erschließung
State of Indexing
Die Objekte sind teilweise in einer Datenbank erfasst, die nicht öffentlich zugänglich ist. Mit der Erfassung wurde 2003 begonnen, der Zeitpunkt des Abschlusses ist noch nicht absehbar.
Seit 1990 liegt erstmals ein vollständiges Verzeichnis über die Kranien bzw. deren Überreste von 3.365 Individuen vor. Für die Schädelsammlung gibt es ein Herkunftsverzeichnis der Einzelstücke, jedoch noch keinen Katalog. 
Bedeutende Teilbestände
(Significant) Subcollections
  • Rudolf-Virchow-Sammlung der Berliner Anthropologischen Gesellschaft
  • Sammlung von Schädeln bzw. von postkranialen Skelettresten aus den Beständen des alten Berliner Völkerkundemuseums
  
Geschichte
Ereignisse
Events
  • 1905 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
Persons
Geschichte
History
Das Sammlungsgut wurde im Wesentlichen auf das unermüdliche und zielstrebige Betreiben Rudolf Ludwig Karl Virchows (1821-1902) von zahlreichen Sammlern aus aller Welt während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zusammengetragen. Die seit 1869 bestehende Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte besaß ihrerseits Objekte. Virchow selbst konnte aufgrund von Stiftungsmitteln als Sponsor und Käufer handeln, und er verfügte über persönliche Zusendungen. Die genannten Teile wurden drei Jahre nach Virchows Tod zur "Rudolf-Virchow-Sammlung der Berliner Anthropologischen Gesellschaft" zusammengeführt. Curt Strauch (1868–1931), späterer Ordinarius für forensische Medizin in Berlin, übernahm den Auftrag zu ihrer Ordnung und Inventur. Unter Felix von Luschans (1854-1924) Federführung erhielten die einzelnen Objekte hernach ihre definitive, seitdem bestehende Kennzeichnung "R.V." plus Nummer. Der gleichzeitig in Angriff genommene Katalog ist jedoch wegen der Wirren des Zweiten Weltkrieges nicht abgeschlossen worden. Sammlungszugänge gab es dennoch bis zu Beginn der 1920er Jahre. Für die Zeit zwischen 1930 und 1956 liegt das Schicksal der Sammlung vollständig im Dunkeln. Ab 1964 erfolgten planmäßige Restaurierungs- und Identifizierungsarbeiten. Die Anthropologische Sammlung wurde bis zum Ende des Jahres 2004 durch das Anthropologische Institut der Humboldt-Universität zu Berlin unterhalten. Nach dessen Schließung erfolgte ihre Übernahme durch das Berliner Medizinhistorische Museum. Die Sammlung verbleibt jedoch räumlich weiterhin im Gebäude des ehemaligen Anthropologischen Instituts der Humboldt-Universität. 
  
Publikationen
Publikationen
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