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GEOMAR Lithothek und Kernlager

Allgemein
BezeichnungGEOMAR Lithothek und Kernlager
Besonderer StatusAssoziierte Sammlung
UniversitätChristian-Albrechts-Universität zu Kiel
UniversitätsortKiel
Museums- und SammlungsartNaturgeschichte/Naturkunde
Museums- und SammlungsformLehr- und Forschungssammlung
SammlungsschwerpunktGeologie · Geowissenschaften · Paläontologie · Stratigraphie
Externe Links
AdresseGEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
Lithothek, Gesteinsproben- und Kernlager
Wischhofstr. 1-3
24148 Kiel
KontaktDr. Doris Maicher (Kuratorin für Sedimentkerne und Gesteinsproben)
dmaicher@geomar.de
BeschreibungDer Sammlungsschwerpunkt der Lithothek gilt marinen Sedimenten und Vulkaniten. Im Wesentlichen sind Kernsegmente und Oberflächenproben sowie Festgesteinproben, ferner auch auch Mikrofossilien, Gesteinsproben, Korallen und Porenwasserproben archiviert. Die Proben stehen primär Forschungsaufgaben zur Verfügung, können in begrenztem Maße auch für die Lehre und für Ausstellungen genutzt werden. Über eine Datenbank (PANGAEA) wird das verfügbare Probenmaterial dokumentiert.
Zu den Einrichtungen der Lithothek gehört eine Anlage zur hoch auflösenden Untersuchung der physikalischen Eigenschaften von marinen Sedimenten. Im Labor für Kernbeschreibung können archivierte Sedimentkerne fotografiert und beprobt werden, so dass grundlegende sedimentologische Untersuchungen durchgeführt werden können. Die Nutzung dieser Einrichtungen konzentriert sich auf die Entwicklung und den Test mariner Forschungsinstrumente, die Lagerung von Probenmaterial sowie die Vorbereitung und Ausrüstung von Expeditionen.

Jansen und Steininger 2002; Website der Lithothek 
Stand der InformationenJanuar 2014
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungDer Bestand ist fast vollständig über Inventarbücher bzw. digital erfasst. 
Bedeutende Teilbestände
  • Sammlung von Sedimentkernen mit einer Gesamtlänge von mehr als 8.700 m, darunter 4.900 m Kerne aus dem Roten Meer (Preussag-Sammlung)
  
Geschichte
GeschichteNahezu alle Zweige der marinen Wissenschaften können in Kiel auf eine sehr lange und wertvolle Tradition zurückblicken. Bereits 1697 führte der erste Mathematiker und Physiker der 1665 gegründeten Universität, Samuel Reyher (1635-1714), unweit des heutigen Institutsgebäudes ein "Experimentum Novum" zur Bestimmung des Salzgehaltes der Kieler Förde durch.
Meeresforschung wird in der Fördestadt kontinuierlich seit etwa dem Jahr 1870 betrieben. Damals lehrten hier der Physiologe Victor Hensen (1835-1924) und der Zoologe Karl Möbius (1876-1953) an der Universität und führten meereskundliche - vor allem ökologische - Studien in der Kieler Bucht sowie planktologische Forschungsarbeiten durch. Ein Höhepunkt der frühen marinen Forschung in Kiel war 1889 die erste große Expedition deutscher Meeresbiologen in den tropischen Atlantik mit dem Forschungsschiff "National".
Im Jahre 1902 gründete die "Preußische Kommission zur wissenschaftlichen Erforschung der deutschen Meere" in Kiel ein "Laboratorium für die internationale Meeresforschung", in dem physikalische, chemische und biologische Untersuchungen betrieben wurden. Diese Einrichtung bildete einen organisatorischen Vorläufer des heutigen Instituts. Ihre hydrographische Abteilung wurde von dem Kieler Geographen Otto Krümmel (1854-1912) geleitet. Schon damals wurden mit dem Reichsforschungsdampfer "Poseidon" regelmäßig Terminfahrten in der Nord- und Ostsee durchgeführt.
1937 wurde dann das Institut für Meereskunde als Universitätsinstitut von dem Zoologen Adolf Remane (1898-1976) gegründet. Zweiter Direktor wurde 1944 der Meereschemiker Hermann Wattenberg (1901-1944), der mit neun Mitarbeitern im gleichen Jahr bei einem Bombenangriff auf Kiel im ersten Institutsgebäude in Kitzeberg auf dem Ostufer ums Leben kam. Der schnelle Wiederaufbau und Weiterentwicklung des völlig zerstörten Instituts nach dem Zweiten Weltkrieg ist wesentlich dem Engagement der Institutsdirektoren Georg Wüst (1890-1977) und Günter Dietrich (1911-1972) zu verdanken. Auch wenn 1972 der Institutsneubau zwischen dem Düsternbrooker Weg und der Kiellinie bezogen und 1988 erweitert wurde, wird das alte Institutsgebäude in der Hohenbergstraße heute noch als Nebengebäude genutzt.
Das IFM-GEOMAR wurde am 1.1.2004 durch die Fusion des Instituts für Meereskunde (IfM) und des Forschungszentrum für Marine Geowissenschaften (GEOMAR) gegründet. Seit 2012 ist das IFM-GEOMAR nicht mehr Mitglied der Leibnitz Gemeinschaft sondern Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft. Der neue Name lautet 'GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel', die Sammlung heißt seitdem 'GEOMAR Lithothek und Kernlager'.

Website des Instituts 
  
Publikationen
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