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Zoologische Sammlung der Philipps-Universität Marburg

Allgemein
BezeichnungZoologische Sammlung der Philipps-Universität Marburg
UniversitätPhilipps-Universität Marburg
UniversitätsortMarburg
Museums- und SammlungsartNaturgeschichte/Naturkunde
Museums- und SammlungsformLehr- und Forschungssammlung
SammlungsschwerpunktBiologie · Zoologie
Externe Links
AdressePhilipps-Universität Marburg
Zoologische Sammlung
Fachbereich Biologie
Karl-von-Frisch-Straße 8
35043 Marburg
ÖffnungszeitenBesichtigung nach Vereinbarung
KontaktProf. Dr. Lothar Beck (Kurator)
beck@biologie.uni-marburg.de
Telefon: +49 (0) 6421 28 23418
Heike Worth (Präparatorin)
worth@biologie.uni-marburg.de
BeschreibungDie Zoologische Sammlung Marburg ist grob in die zwei Bereiche "Lehrsammlung" und "Referenzsammlung" aufgeteilt. Sie befindet sich in mehreren Räumen und Vitrinen und umfasst neben Skeletten, Schädeln und Vogel-Stopfpräparaten auch große Mengen an getrockneten und in Alkohol aufbewahrten Insekten, Echinodermaten und weiteren Wirbellosen, eine Conchyliensammlung und eine umfangreiche Fischsammlung.

Besonders die Insekten- und die Fischsammlung haben in den letzten Jahren großen Zuwachs zu verzeichnen, ebenso die Vogelschädel.

Die Lehrsammlung enthält exemplarische Präparate quer durch's Tierreich. Fast alle Wirbellosen-Stämme sind hier vertreten. Viele dieser Präparate wurden um 1910 zu den damaligen aktuellen Forschungsbereichen erstellt (Regenerationspräparate Regenwurm und andere Wirbellose, Dytiscus, Unioniden, Perlenbildung, Süßwasserschwämme) und zu Unterrichtszwecken eingesetzt. Von den Präparaten wurden auch anatomische Zeichnungen hergestellt (öfter taucht in diesem Zusammenhang der Name H. Mayhoff auf); dass diese Zeichnungen von Originalpräparaten erstellt wurden, ist an einem Exemplar noch nachweisbar, bei dem sowohl das Exponat als auch die Zeichnung vorhanden sind. Leider sind im Zuge des Zweiten Weltkriegs große Teile der Sammlung verlorengegangen. 
Stand der InformationenSeptember 2014
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungDie Bestände werden nach und nach inventarisiert und im Internet veröffentlicht. 
Bedeutende Teilbestände
  • Lehrsammlung Wirbeltiere (in Alkohol, Formalin)
  • Lehrsammlung Wirbellose (in Alkohol, Formalin, trocken)
  • Elefantenskelett "Jack"
  • "Knochensammlung" (Skelette und Schädel, Korallen)
  • "Alkoholsammlung" (Wirbeltiere und Wirbellose)
  • Insektensammlung
  • Trockensammlung Wirbellose
  • Gipsabgüsse
  • "Vogelsammlung" (Ausgestopfte Vögel und Säugetiere)
  
Geschichte
Personen
GeschichteDas Marburger Zoologische Institut wurde 1817 durch Blasius Merrem (1761-1824) gegründet und unter Moritz Herold (1790-1862) zwischen 1824 und 1862; unter Karl Friedrich Claus (1835-1899) von 1862 bis 1871 sowie unter Richard Greeff (1829-1892) von 1871 bis 1892 durch Vergrößerung der Sammlung ausgebaut. Als Erstausstattung erhielt es Dubletten des Kurfürstlichen Naturalienkabinetts in Kassel. Außer der Sammlung bestand das damals im Deutschordensgebäude untergebrachte Institut zunächst nur aus Direktor- und Bibliothekszimmer. Zu einem wirklichen Institut konnte es erst unter dem Direktorat von Eugen Korschelt (1858-1946) ausgebaut werden, nachdem 1903 das bisherige Anatomiegebäude bezogen worden war. Mit dem Umzug ging eine beträchtliche Erweiterung der Zoologie einher. Für das Jahr 1925 sind für das nun an der Marburger Ketzerbach gelegene Institut u.a. ein Hörsaal, ein Kurssaal, Werkstätten, eine Bibliothek und ein Aquarium belegt. Die Sammlung war zu dieser Zeit in vier großen Sälen und mehreren kleinen Räumen untergebracht. Große Teile der alten Sammlungen sind durch Insektenfraß, Schimmelbefall wegen ungeeigneter Lagerung und Diebstahl während des Zweiten Weltkriegs verloren gegangen. Von den Objekten aus der Anfangszeit des Instituts dürfte damit nichts mehr erhalten sein.

Boymann, 1925 u.a.