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Ethnografische Studiensammlung

Allgemein
BezeichnungEthnografische Studiensammlung
UniversitätJohannes Gutenberg-Universität Mainz
UniversitätsortMainz
Museums- und SammlungsartEthnologie & Kulturanthropologie
Museums- und SammlungsformLehr- und Forschungssammlung
SammlungsschwerpunktAfrikanistik · Ethnologie
Externe Links
AdresseJohannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Ethnologie und Afrikastudien
Forum Universitatis 6
55099 Mainz
ÖffnungszeitenNach Absprache
Kontaktbrandste@uni-mainz.de
Telefon: +49 (0) 6131 39 20119

Dr. Anna-Maria Brandstetter (Kustodin)
brandste@mail.uni-mainz.de
Telefon: +49 (0) 6131 3920119
BeschreibungIn der Ethnografischen Studiensammlung befinden sich Objekte aus verschiedenen Regionen der Welt. Die Schwerpunkte liegen in Zentral- und Westafrika und in Australien, Papua-Neuguinea und anderen Teilen Ozeaniens. Ingesamt umfasst die Sammlung knapp 2.800 Objekte. Davon sind über 2.300 Objekte aus Afrika, ungefähr 400 aus Ozeanien und etwa 40 aus Südamerika.

Den Grundstock bilden die über 500 Objekte von den Bolia und Ekonda aus dem äquatorialen Regenwald des Kongo, die während der „Mainzer Kongo-Expedition“ (1951-54) unter Leitung von Erika Sulzmann zusammen mit Ernst W. Müller gesammelt wurden. Dieser Reise folgten zwischen 1956 und 1980 noch acht weitere Reisen zu den Bolia und ihren Nachbarn, bei denen Erika Sulzmann den Bestand der Mainzer Sammlung beständig erweiterte. Dazu kamen in den 1950er und 1960er Jahren Forschungsreisen nach Pakistan (Hindukusch-Expedition 1955/56), Afghanistan (Stuttgarter Badakshan-Expedition 1962/63) und Westafrika (u.a. Hamburger Obervolta-Expedition 1954/55; Haberland-Reise 1966). Durch den Tausch mit verschiedenen Instituten und Museen wurde die Sammlung ergänzt und ausgebaut. Mit dem Frobenius-Institut in Frankfurt tauschte man 1968 Objekte von den Ekonda gegen eine kleine Äthiopien-Sammlung. Im Jahr 1971 gab das Institut die 732 umfassende wertvolle Pakistan- und Afghanistan-Sammlung an das Linden-Museum in Stuttgart und erhielt im Tausch 637 Objekte vor allem aus Afrika (u.a. von den Maasai und aus dem Kameruner Grasland), aber auch aus Ozeanien (vor allem Papua-Neuguinea und Australien).

Vor allem diese Objekte aus dem Tausch mit dem Linden-Museum kamen in der Zeit Ende des 19./ Anfang des 20. Jh. nach Europa. Es sind historische Objekte, die auf vergangene Lebenswelten verweisen und gleichzeitig von ihrer Aneignung in Europa im Kontext der kolonialen Eroberung Afrikas oder Ozeaniens erzählen.

Im Sammlungskonzept ist festgelegt, dass die Sammlung nicht systematisch durch Ankäufe erweitert werden soll. Dennoch kommen immer wieder neue Objekte in die Sammlung, wie beispielsweise die Objekte von den Unabhängigkeitsjubiläen in Afrika von 2007 bis 2011 oder im Oktober 2015 eine Sammlung von 30 kleinen geflochtenen Körben "agaseke", die Frau und Herr Anger in den 1980er Jahren in Ruanda erworben haben.

Die magazinierte Ethnografische Sammlung ist als Lehr- und Forschungssammlung konzipiert. Einer breiteren Öffentlichkeit wird die Sammlung durch Ausstellungen, Leihgaben und Ausstellungsbeteiligungen zugänglich gemacht. Nach Absprache mit der Kuratorin Dr. Anna-Maria Brandstetter ist auch eine Besichtigung möglich. 
SonstigesEiner breiteren Öffentlichkeit wird die Sammlung durch Ausstellungen, Leihgaben und Ausstellungsbeteiligungen zugänglich gemacht. Nach Absprache mit der Kuratorin Dr. Anna-Maria Brandstetter ist auch eine Besichtigung möglich. 
Stand der InformationenMai 2015
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungAlle Objekte der Sammlung sind in einem Inventarbuch nach Eingang eingetragen, davon 2645 in einer elektronischen Datenbank (Word Access) erfasst. Die Erfassung in der Datenbank erfolgt seit 2003 im Rahmen von Praktischen Übungen mit Studierenden (Lehrveranstaltungen) in der Sammlung. Die Datenbank ist nur lokal verfügbar. Im Sammlungskonzept ist festgelegt, dass die Sammlung nicht systematisch durch Ankäufe erweitert werden soll. Abbildungen von 153 Objekten der Sammlung finden sich im Online-Bildarchiv „Afrikanische Unabhängigkeitsjubiläen“ , Suchbegriff "Studiensammlung".

Abbildungen von circa 150 Objekten der Sammlung finden sich im Online-Bildarchiv „Afrikanische Unabhängigkeitsjubiläen“ , Suchbegriff "Studiensammlung". 
Bedeutende Teilbestände
  • Sammlung von Irene Löffler aus Gabun
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1950 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteDen Grundstock bilden die über 500 Objekte von den Bolia und Ekonda aus dem äquatorialen Regenwald des Kongo, die während der „Mainzer Kongo-Expedition“ (1951-54) unter Leitung von Erika Sulzmann (1911-1989) zusammen mit Ernst W. Müller gesammelt wurden. Dieser Reise folgten zwischen 1956 und 1980 noch acht weitere Reisen zu den Bolia und ihren Nachbarn, bei denen Erika Sulzmann den Bestand der Mainzer Sammlung beständig erweiterte. Dazu kamen in den 1950er und 1960er Jahren Forschungsreisen nach Pakistan (Hindukusch-Expedition 1955/56), Afghanistan (Stuttgarter Badakshan-Expedition 1962/63) und Westafrika (u.a. Hamburger Obervolta-Expedition 1954/55; Haberland-Reise 1966). Durch den Tausch mit verschiedenen Instituten und Museen wurde die Sammlung ergänzt und ausgebaut. Mit dem Frobenius-Institut in Frankfurt tauschte man 1968 Objekte von den Ekonda gegen eine kleine Äthiopien-Sammlung. Im Jahr 1971 gab das Institut die umfangreiche und wertvolle Pakistan- und Afghanistan-Sammlung an das Linden-Museum in Stuttgart und erhielt im Tausch annähernd 700 Objekte vor allem aus Afrika (u.a. von den Maasai und aus dem Kameruner Grasland), aber auch aus Ozeanien (vor allem Papua-Neuguinea und Australien), die fast alle um die vorletzte Jahrhundertwende gesammelt worden waren. 
  
Publikationen
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