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Herbarium Hamburgense (HBG)

Allgemein
BezeichnungHerbarium Hamburgense (HBG)
UniversitätUniversität Hamburg
UniversitätsortHamburg
Museums- und SammlungsartNaturgeschichte/Naturkunde
Museums- und SammlungsformHerbarium
SammlungsschwerpunktBiologie · Botanik · Mykologie · Phykologie
Externe Links
AdresseHerbarium Hamburgense
Institut für Allgemeine Botanik
Ohnhorststraße 18
22609 Hamburg
ÖffnungszeitenFührungen nach Vereinbarung
KontaktNorbert Jürgens
Norbert.Juergens@t-online.de
BeschreibungDas Hamburger Herbarmaterial wird Wissenschaftlern weltweit umfänglich zur Verfügung gestellt. Jährlich werden 15.000 Exemplare an Dutzende von Spezialisten ausgeliehen, während Hamburger Forscher durchschnittlich 1.000 Exemplare pro Jahr zur Bearbeitung anfordern. Das Herbarium (internationales Akronym HBG) enthält insgesamt 1,4 Millionen Herbarbelege sowie einige Alkoholpräparate. Hamburg besitzt damit neben Berlin, München und Jena die viertgrößte Sammlung Deutschlands. Das Material wurde auf dem Gebiet der Hansestadt selbst sowie in der weiteren Umgebung, darüber hinaus jedoch in 78 Ländern, neben Europa zum großen Teil in Südamerika und Südafrika, gesammelt. 
Stand der InformationenApril 2009
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungDie Sammlungen sind teilweise erfasst. Die alte Erfassung fand zum einen in Inventarbüchern und zum anderen, bei wichtigen Sammlern, deren Originale im Besitz sind, über Sammlerlisten, die die einzelnen Objekte nachweisen, statt. Daneben gibt es eine Kartei der Sammler. Eine vollständige Kartei zu den systematisch/alphabetisch geordneten Objekten ist leider nicht leistbar und auch nicht sinnvoll. Die neue Erfassung findet in einer Datenbank statt. Die Vollständigkeit wird ausdrücklich nicht angestrebt. Die Erfassung beschränkt sich auf die historisch wertvollen Objekte und auf diejenigen Objekte, die Gegenstand einer Bearbeitung sind, beispielsweise zu Forschungszwecken ausgeliehen werde.
Unter: http://www.herbariumhamburgense.uni-hamburg.de/hbgweb/index_d.html
sind Teile abrufbar. Es ist vorgesehen, die digitalisierten Objekte im Netz abrufbar zu machen (Stand: April 2009). 
Bedeutende Teilbestände
  • Sammlung von Richard E. B. Sadebeck (geb. 1839): Pteridophyta
  • Sammlung von Heinrich Wilhelm Buek (1796-1879): Europa
  • Sammlung von E. Brandis, Clemens, J. G. Hallier, Hans Winkler, Wissmann (Asien)
  • Sammlung von M. J. Dinklage, K. Dinter, G. W. J. Mildbraed (2. Reise), J. A. Schmidt, G. A. Zenker (Afrika)
  • Sammlung von O. Buchtien, E. H. G. Ule (Südamerika)
  • Sammlung von A. Dietrich, E. O. Gräffe, J. A. L. Preiss (Australien)
  • Sammlung von F. Binder, C. W. von Nägeli, Richter (Algen)
  • Sammlung von P. W. Magnus, C. F. E. Erichsen (Lichen)
  • Sammlung von W. Moenkemeyer
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1879 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteDie Anfänge des Herbarium Hamburgense liegen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Bis zur Gründung des Botanischen Museums 1883 galten Herbarien in Hamburg vorwiegend als Privatangelegenheit und es gab keine botanische Institution, welche sich ihrer annahm. Zwischen 1883 und 1919 wurde das Museum zu einer lokalen Referenzsammlung für koloniale Botanik ausgebaut. Nach 1919 erfuhr das Herbarium innerhalb der Universität eine Nutzung als Forschungsinstrument auf dem Gebiet der systematischen Botanik. Bis zu ihrer Evakuierung 1943 nach Sachsen wuchsen die Sammlungen beständig an und erreichten so einen Umfang von 1,2 Millionen Belegen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden sie ins damalige Leningrad (heute St. Petersburg) gebracht, von wo sie in den 1950er Jahren nach Ost-Berlin gelangten und von dort 1990 nach einer fast 50jährigen Odyssee nach Hamburg zurückkehrten.

Poppendieck, 2001 
  
Publikationen
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