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Ägyptische Sammlung im Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg

Allgemein
BezeichnungÄgyptische Sammlung im Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg
UniversitätJulius-Maximilians-Universität Würzburg
UniversitätsortWürzburg
Museums- und SammlungsartGeschichte & Archäologie
Museums- und SammlungsformMuseum
SammlungsschwerpunktÄgyptologie
Externe Links
AdresseMartin von Wagner-Museum
Residenzplatz 2, Tor A
97070 Würzburg
ÖffnungszeitenDienstags bis samstags 10–17 Uhr, sonntags 10–13.30 Uhr
KontaktProf. Dr. Jochen Griesbach (Direktor, Leiter der älteren Abteilung)
jochen.griesbach@uni-wuerzburg.de
Telefon: +49 (0) 931 318 9453
Prof. Dr. Martin Stadler (wissenschaftliche Betreuung)
martin.stadler@mail.uni-wuerzburg.de
Telefon: +49 (0) 931 31 2787
BeschreibungDie Universität Würzburg besitzt seit dem 19. Jahrhundert in der Antikenabteilung des Martin von Wagner Museums eine kleine Sammlung altägyptischer Objekte, die in den 1980er und 1990er Jahren durch die Stiftung dreier großer Privatsammlungen stark vermehrt worden ist. Ein repräsentativer Querschnitt von gut 300 Objekten ist seit dem 4. Februar 2007 im Raum 2 der Antikenabteilung ausgestellt. Es sind ägyptische Kunstwerke von der Vor- und Frühgeschichte bis in die koptische Zeit zu sehen.

Die Ausstellung deckt somit die Kulturgeschichte Ägyptens über einen Zeitraum von rund 4000 Jahren ab. Besonders eindrucksvoll sind die vergoldeten Mumienmasken aus dem Fayum, von denen fünf die kunsthistorische Entwicklung dieser Objektgattung nachzeichnen. Auch der Bestand an Gefäßen aus Stein und Ton aus vier Jahrtausenden ist sehr beachtlich. Zu den typischen in der Ausstellung zu sehenden Grabobjekten gehören Uschebti-Figuren, Grabkegel und Mumienauflagen aus Kartonage und Amulette. Schriftzeugnisse in hieroglyphischer, hieratischer, demotischer, koptischer, griechischer und phönizischer Schrift runden die Sammlung ab. 
Stand der InformationenNovember 2011
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungDie Objekte der Ägyptische Sammlung sind in Inventarbüchern erfasst, die seit Anfang des 20. Jahrhunderts gepflegt werden. Als Teil der antiken Sammlung sind circa zwei Drittel des Bestandes auf Karteikarten erfasst. Eine Datenbank ist erst seit Anfang des Jahres 2009 im Aufbau und zurzeit nicht öffentlich zugänglich. Mit der Digitalisierung der Bestände wurde 2008 begonnen. Circa 80 Prozent des Bestandes sind fotografiert. 
Bedeutende Teilbestände
  • Bestand Wagner: 1857, Teil der Schenkung Johann Martin von Wagners (1777-1858), einer Kunstsammlung, an die Universität Würzburg
  • Bestand des Egypt Exploration Fund: Objekte von Ausgrabungen; Schenkung an die Universität Würzburg durch Vermittlung des Ägyptologen Friedrich Wilhelm Freiherr von Bissing (1873-1956)
  • Bestand von Bissing: Teile der Privatsammlung des Ägyptologen Friedrich Wilhelm Freiherr von Bissing (1873-1956)
  • Sammlung Kiseleff: 1982, Stiftung des Berliner Privatsammlers Dr. h.c. Alexander von Kiseleff (1921-2002); Sammlung ägyptischer Kleinkunst sowie von Schmuck, Amuletten und Statuetten aus Fayence, Ton, Bronze und Holz und von Gefäßen aus Stein und Ton aus vier Jahrtausenden
  • Sammlung Gütte: 1990/91, Schenkung Friedrich Güttes (1928-1997) an die Würzburger Universität; Sammlung ägyptischer Mumienmasken sowie gräko-ägyptischer Terrakotten aus dem Fayum
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1832 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteBei der Ägyptischen Sammlung des Martin von Wagner Museums handelt es sich um einen seit dem 19. Jahrhundert gewachsenen Bestand von Ägyptiaka. Zuletzt wurde sie durch drei umfangreiche private Stiftungen stark vermehrt. Neben der Sammlung Alexander Kiseleff (1921-2002) mit ihren Zeugen ägyptischer Kleinkunst ist u.a. auch die Sammlung Friedrich Güttes (1928-1997) erwähnenswert. Diese Kollektion eindrucksvoller Mumienmasken gelangte im Jahre 1990 durch die Vermittlung von Karl-Theodor Zauzich (geb. 1939) an das Würzburger Museum.

Stadler, 2005 
  
Publikationen
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