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Antikenmuseum und Abguss-Sammlung

Allgemein
BezeichnungAntikenmuseum und Abguss-Sammlung
UniversitätUniversität Heidelberg
UniversitätsortHeidelberg
Museums- und SammlungsartGeschichte & Archäologie
Museums- und SammlungsformMuseum
SammlungsschwerpunktArchäologie · Klassische Altertumswissenschaft · Klassische Archäologie · Kunst
Externe Links
AdresseZentrum für Altertumswissenschaften
Institut für Klassische Archaeologie
Marstallhof 4
69117 Heidelberg
ÖffnungszeitenAufgrund der Generalsanierung des Gebäudes ist die Abguss-Sammlung magaziniert und voraussichtlich bis 2022 geschlossen. Das Antikenmuseum (4. OG) ist aktuell nur im Rahmen von Vorträgen und Veranstaltungen geöffnet.
Kontaktantikenmuseum@zaw.uni-heidelberg.de

Dr. Polly Lohmann (Kuratorin)
antikenmuseum@zaw.uni-heidelberg.de
polly.lohmann@uni-heidelberg.de
Telefon: +49 (0) 6221 542515
BeschreibungDie archäologische Sammlung der Universität Heidelberg ist aus dem 1835 gestifteten Antiquarium Creuzerianum hervorgegangen, benannt nach dem bekannten Heidelberger Philologen Georg Friedrich Creuzer. Seit 1848, ihrem eigentlichen Gründungsjahr, wurden die beiden Sammlungsteile (Antikenmuseum und Abguss-Sammlung) beständig um antike Originale und Abgüsse plastischer Bildwerke erweitert. Sie bilden heute eine der größten archäologischen Universitäts-Sammlungen in Deutschland. An der Heidelberger Akademie der Wissenschaften existiert zudem eine Forschungsstelle "Heidelberger Antikensammlung". 
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungDie Sammlung ist größtenteils auf Karteikarten und im Inventarbuch, zu einem sehr kleinen Teil in einer im Aufbau befindlichen Datenbank erfasst. Ein Teil der Bestände ist wissenschaftlich in der Reihe "Kataloge der Sammlung antiker Kleinkunst des Archäologischen Instituts der Universität Heidelberg" publiziert.
Die Erfassung erfolgt fortlaufend seit den 1920er Jahren.
Die digitale Erfassung ist zurzeit (Stand: Mai 2009) im Gange, befindet sich jedoch noch in der Anfangsphase. 
Bedeutende Teilbestände
  • Sammlung antiker Originale
  • Sammlung von Abgüssen
  • Bronzekabinett
  • Schliemann-Ausstellung
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1848 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteErste Konturen erhielt die zunächst noch kleine Lehrsammlung unter Karl Bernhard Stark (1824-1879), der den Bestand deutlich vermehren und in einem durch die Universität erworbenen Gebäude unterbringen konnte. Im Zusammenhang mit der Etablierung der archäologischen Sammlungen erreichte Stark 1866 die Gründung eines selbständigen Archäologischen Instituts. Wenige Jahre zuvor hatte die Originalsammlung mit der Übernahme einer größeren Anzahl von Vasen, Terrakotten und Bronzen aus dem Besitz des Münchner Philologen Friedrich Thiersch (1784-1860) an Bedeutung gewonnen. Dieses "Archäologische Museum" befand sich seit 1870 in dem ehemaligen Schulgebäude an der Ostseite des Universitätsplatzes in der Augustinergasse 7. Es war zu bestimmten Zeiten für Besucher geöffnet und für etwa ein Jahrzehnt die einzige öffentliche Museumseinrichtung in Heidelberg. Den größten Zuwachs erfuhr die Sammlung dann - sowohl bei den Originalen als auch bei den Abgüssen - während der vier Jahrzehnte, die Friedrich von Duhn (1851-1930) das Archäologische Institut leitete und der Sammlung vorstand (1880-1920). Er war es, der durch Neuerwerbungen die Heidelberger Sammlung antiker Kleinkunst zu einer der bedeutendsten Lehrsammlungen an deutschen Universitäten ausgebaut hat. Die Abguss-Sammlung, mittlerweile auf fast 500 Exponate angewachsen, wurde durch ihn 1887 erstmals durch einen Katalog erschlossen, der bis 1913 in sechs aktualisierten Auflagen erschien. 1929 zogen das Institut und die Originalsammlung in den Weinbrennerbau am Marstallhof um. Hier wurde 1948 die Hundertjahrfeier der Sammlung mit der Ausstellung "Die Welt der Griechen" gefeiert. Nach der Errichtung des Neuen Kollegiengebäudes am Marstallhof wurden die Abguss-Sammlung und die Originalsammlung an ihrem heutigen Ort wieder zusammengeführt, die Bestände restauriert und 1969 bzw. 1974 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit 1957 waren Roland Hampe (1908-1981) (Institutsdirektor 1957-75) und Hildegund Gropengießer (Konservatorin 1962-1993) bestrebt, vor allem die Originalsammlung nach didaktischen Gesichtpunkten zu erweitern. Mit zahlreichen Neuerwerbungen haben sie bis zum Beginn der neunziger Jahre Lücken geschlossen und die Bestände in wesentlichen Bereichen abgerundet, so dass aus der ursprünglichen Lehrsammlung ein anerkanntes Antikenmuseum wurde. In den letzten Jahren sind zudem mit dem Bronzekabinett (1987) im Erdgeschoss und der Schliemann-Ausstellung (1990) im Foyer des Dachgeschosses weitere Sammlungskomplexe der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Aus Anlass des 150-jährigen Bestehens der archäologischen Universitätssammlungen 1998 wurde das Antikenmuseum renoviert. Es präsentiert sich seit der Wiedereröffnung im Mai 2000 in einer neuen, thematisch gegliederten Aufstellung. Informationstafeln bieten den Studierenden Einführungen in verschiedene Bereiche der Klassischen Archäologie. Sie ermöglichen gleichzeitig den nichtakademischen Besuchern einen leichteren Zugang zur Geschichte der antiken Mittelmeerkulturen und ihren materiellen Hinterlassenschaften.

Website der Sammlung 
  
Publikationen
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