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Sammlung antiker Kleinkunst und Gipsabgüsse griechischer und römischer Plastik

Allgemein
BezeichnungSammlung antiker Kleinkunst und Gipsabgüsse griechischer und römischer Plastik
UniversitätJohann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
UniversitätsortFrankfurt (Main)
Museums- und SammlungsartGeschichte & Archäologie
Museums- und SammlungsformLehrsammlung
SammlungsschwerpunktArchäologie · Klassische Altertumswissenschaft · Klassische Archäologie · Kunst
Externe Links
Stand der InformationenMai 2013
  
Bestände
Objektgruppen
Stand der ErschließungDie Bestände der Original- und Gipsabguss-Sammlung sind in einem Inventarbuch erfasst. Teile der Originalsammlung liegen auch in gedruckter Form vor: CVA, Frankfurt (1964 u. 1994); Katalog zu einer Ausstellung im Liebighaus (Hommel, 1991); Bestandskatalog der mykenischen Scherben (Mountjoy, 2008). (Stand: Mai 2009) 
Bedeutende Teilbestände
  • Originalsammlung
  • Gipsbguss-Sammlung
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1914 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteIm Jahre 1914 wurde die Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt gegründet und mit ihr das Archäologische Institut und dessen Sammlung. Die Aufgabe des ersten Lehrstuhlinhabers war die Begründung eines archäologischen Seminars mit Bibliothek und Studiensammlung sowie die Aufstellung, Verwaltung und Mehrung einer Abguss-Sammlung. Hans Schrader (1896-1948), der schon an den Ausgrabungen von Priene in Kleinasien teilgenommen hatte und zum Zeitpunkt seiner Berufung Direktor der kaiserlichen Antikensammlungen in Wien war, wurde erster Lehrstuhlinhaber in Frankfurt. In seiner Zeit gelang ihm der Ausbau der Gipssammlung. In Schraders Konzept zum Ausbau der Sammlung zeigen sich deutlich die ästhetischen Maßstäbe seiner Archäologen-Generation: Der durch die Parthenonskulpturen erweckte und durch die Funde der großen Ausgrabungen des späten 19. Jahrhunderts geförderte Sinn für Originale setzte sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts bei den klassischen Archäologen durch. Die Universität reklamierte 1931 die Stellfläche der Abgüsse für sich und ordnete den Umzug in angemietete Räume der Unionsdruckerei an. Nachdem Ernst Langlotz (1895-1978) 1933 die Nachfolge Schraders angetreten hatte, wurden zunächst die in der Universität verteilten Gipse in die Sammlung zurückgebracht.Während des Zweiten Weltkrieges wurde der größere Teil der Sammlung zerstört.

Seit 1956 hat Gerhard Kleiner (1908-1978) die Sammlung insbesondere durch Beispiele archaisch-milesischer Plastik ergänzt. Unter der Obhut der Kustodin Dr. Ursula Mandel ist die Sammlung bis heute wieder auf 200 Stücke angewachsen. Da das Institut seit den Kriegsjahren keinen Etat mehr zur Vermehrung einer Abgusssammlung zur Verfügung hat, sind es neben der Vereinigung von Freunden und Förderern der Universität vor allem private Spender, die diesen Zuwachs ermöglichen. Seit dem Umzug in das IG Farben-Gebäude 2001 sind die Abgüsse in einem großzügigen Skulpturensaal mit Oberlicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Website der Sammlung 
  
Publikationen
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