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Medizinhistorische Sammlung bzw. Ausstellung

Allgemein
BezeichnungMedizinhistorische Sammlung bzw. Ausstellung
UniversitätRheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
UniversitätsortAachen
Museums- und SammlungsartMedizin
Museums- und SammlungsformHistorische Sammlung
SammlungsschwerpunktMedizin · Medizingeschichte
Externe Links
AdresseInstitut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
Wendlingweg 2
52074 Aachen
ÖffnungszeitenInstitutsbibliothek: Mo - Fr: 9:00 - 12:00 und 13:30 - 16:00 Uhr Sammlung: zu den üblichen Geschäftszeiten
KontaktTelefon: +49 241 80 88498

Mathias Schmidt (Co-Kurator)
maschmidt@ukaachen.de
Telefon: +49 (0) 241 80 85102
BeschreibungIm Rahmen der Anfang 2006 vollständig neu gestalteten Medizinhistorischen Ausstellung können am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der RWTH Aachen verschiedene medizinhistorische Instrumente, Apparate und Buchbände, teilweise noch aus der Vormoderne stammend, in Schauvitrinen besichtigt werden.
Die Sammlungstätigkeit des Instituts begann bereits mit dessen Gründung 1981, so dass ein beachtlicher Fundus an verschiedenen Instrumenten der verschiedenen medizinischen Disziplinen und Epochen vorhanden ist. Diese bilden den Kern der Ausstellung und zugleich den Schwerpunkt der Sammlung, die unter diesem Hauptaspekt ständig erweitert wird.
Zu sehen sind neben den historischen Instrumenten unter anderem die älteste in der Bibliothek vorhandene Dissertation "De marcore" von Petrus de Spina III. aus dem Jahr 1615, aber auch zahlreiche seit dem 16. Jahrhundert erschienene Fachbücher.
Zudem werden ausgewählte Exponate aus der ehemaligen Bibliothek des Ärztlichen Lesevereins Aachen sowie verschiedene antiquarische Sammlungen gezeigt, darunter zum Beispiel Teile des Nachlasses des Nobelpreisträgers Albrecht Kossel (1853-1927).
Ferner befindert sich die RWTH Aachen im Besitz einiger Funde der Ausgrabungen, die Professor Egon Schmitz-Cliever auf dem mittelalterlichen Leprosen-Friedhof Melaten (auf dem heutigen Gelände Gut Melaten) zwischen 1969 und 1974 durchführte. Zusammen mit international anerkannten Leprologen wurden im Rahmen dieser Ausgrabungen lepröse Veränderungen an den ausgegrabenen Knochen nachgewiesen, was zur damaligen Zeit nicht nur archäologisch, sondern auch medizinisch eine Sensation darstellte. Eine der Schauvitrinen präsentiert neben Dokumenten und Fotos zu den Ausgrabungen auch Knochen und Schädel, die die charakteristischen leprösen Deformationen aufweisen.

Website der Medizinhistorischen Sammlung Aachen 
Stand der InformationenSeptember 2012
  
Bestände
Objektgruppen
Bedeutende Teilbestände
  • Dissertation "De marcore" von Petrus de Spina aus dem Jahr 1615
  • Separata-Sammlung des Nobelpreisträgers Albrecht Kossel (1853-1927)
  • Sammlung von Reflexhammermodellen
  • Sammlung von Mediziner-Medaillen von Peter Götz Güttler
  • Funde der drei Ausgrabungen (1969 bis 1974) von Professor Egon Schmitz-Cliever
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1981 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
GeschichteDer Aufbau der medizinhistorischen Sammlung begann gleichzeitig mit der Gründung des Instituts für Geschichte der Medizin und des Krankenhauswesens 1981 durch den aus Münster berufenen Axel Hinrich Murken. Schnell bereicherten den Bestand neben medizinhistorischen Instrumenten auch Originalansichten zur Geschichte des Krankenhauswesens (fast 9.000 Dias) und eine Bildsammlung zur Geschichte der Heilkunde sowie des Arztporträts, die als Wanderausstellungen an verschiedenen Orten in Deutschland gezeigt wurden.
Nebenher wurden der Sammlung auch Plaketten, Münzen und Medaillen zum Thema Medizingeschichte zugeführt. Ein weiterer Teil entstammt den Grabungskampagnen des ehemaligen Leprosoriums Aachen Melaten, darunter Schädel und Knochen des archäologisch ergrabenen Friedhofes, die später in Zusammenarbeit verschiedener Institute der RWTH untersucht wurden.
Mit der Gründung des Deutschen Krankenhausmuseums Oldenburg 1991 ging ein Teil der Sammlung unter anderem aus Platzgründen in dieses über.
Mit dem altersbedingten Ausscheiden Murkens 2005 stockte die Sammlungstätigkeit zunächst, wurde jedoch unter dem neuen Institutsdirektor Dominik Groß wieder aufgenommen und neu akzentuiert.
2008 übernahm Michael Rosentreter die Verantwortung für die Sammlung, 2012 stieß Mathias Schmidt als Mitarbeiter hinzu. In insgesamt zehn großen Schau-Vitrinen werden Teile der Sammlung im Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin in Aachen ausgestellt. So ist nicht nur eine regelmäßige Rotation der Exponate, sondern auch der weitere Ausbau der Sammlung sichergestellt, deren Schwerpunkt auf medizinischen Instrumenten und Geräten liegt.
Die Sammlung umfasst zur Zeit etwa 1.000 medizinische Instrumente und Apparate der verschiedenen Fachbereiche.

Website der Medizinhistorischen Sammlung Aachen