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Herbarium (REG)

Allgemein
BezeichnungHerbarium (REG)
Besonderer StatusAssoziierte Sammlung
UniversitätUniversität Regensburg
UniversitätsortRegensburg
Museums- und SammlungsartNaturgeschichte/Naturkunde
Museums- und SammlungsformHerbarium
SammlungsschwerpunktBiologie · Botanik · Mykologie · Phykologie
Externe Links
AdresseInstitut für Botanik
93040 Regensburg
KontaktProf. Dr. Peter Poschlod
Peter.Poschlod@biologie.uni-regensburg.de
Telefon: +49 (0) 941 943 3108
BeschreibungMit der Einrichtung des Lehrstuhls für Botanik 1973 übernahm die Universität Regensburg das seit 1790 (eigentliches Gründungsdatum 1804, laut "Index Herbariorum") aufgebaute Herbarium (internationales Akronym REG) der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft und betreut es seither. Damit begann die enge Kooperation zwischen der privaten Gesellschaft und der Universität. Das Herbarium findet dabei Anwendung in Lehre und Forschung und ist im Besonderen auf den deutschsprachigen Raum spezialisiert. Neben der Krytogamensammlungen, d.h. Pilze, Flechten, Algen (insbesondere Diatomeen) sowie Moosen, befinden sich Pteridophyten- und Spermatophytenherbar in der Sammlung.

Website der Universität und der Gesellschaft 
Stand der InformationenMärz 2010
  
Bestände
Objektgruppen
RelevanzTypusmaterial
Stand der ErschließungDie Sammlung ist bisher noch nicht erfasst worden.
Derzeit findet nur die Erfassung von Belegen der Flora Exsiccata Bavarica für einen Internetauftritt der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft statt, der weitgehend abgeschlossen ist. 
Bedeutende Teilbestände
  • Sammlung von Anton Mayer (1867-1951)
  • Sammlung von Ignaz Familler (1863-1923)
  • Sammlung von Ferdinand Wirtgen (1848-1924)
  • Sammlung von Ludwig von Welden (1782-1853)
  
Geschichte
Personen
GeschichteNach der Gründung der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft am 14. Mai 1790 durch die drei Apotheker David Heinrich Hoppe (1760-1846), Carl Ritter von Martius (1794-1868) und Johann August Stallknecht (1752-1797) begann sogleich der Aufbau eines Herbariums. Die Gründer überließen ihre bereits vorhandenen Sammlungen der Gesellschaft; damit war der Grundstock für die Sammlung gelegt, die dann auch schnell durch weitere Schenkungen anwuchs.

1821 wurde innerhalb der Gesellschaft beschlossen, ein „Deutsches Normalherbar“ zu erstellen, welches 30 Jahre später als abgeschlossen vorgestellt wurde. Danach kamen aber reichlich europäische und außereuropäische Exemplare hinzu.

Erwähnenswert ist die Sammlung des k. u. k. Offiziers Ludwig von Welden (1782-1853), der selbst Mitglied der Gesellschaft war und bereits zu Lebzeiten sein Herbarium derselben schenkte. Diese als Herbarium Weldenianum bekannte Sammlung umfasst 101 Faszikeln mit circa 20.000 Belegen. Seine Tätigkeit beim Militär erlaubte es ihm, in vielen Regionen Europas selbst zu sammeln, und Dank seiner zahlreichen Kontakte zu anderen Botanikern kamen auch Pflanzen außereuropäischer Regionen (z. B. Amerika) zum Regensburger Herbarium.

1848 beauftragte der bayrische König Max II. (1811-1864) die Bayrische Akademie der Wissenschaften, ein spezielles Herbarium für das Königreich zu erstellen. Diese Aufgabe übertrug die Akademie der Gesellschaft, die aber erst 1930, durch die Hauptarbeit des Botanikers Anton Mayer (1867-1951), zum Abschluss gebracht wurde.

Durch die Übernahme eines Lehrstuhles für Botanik an der Universität Regensburg durch den Vorsitzenden der Gesellschaft Professor Dr. Andreas Bresinsky (1935-) war diesem auch die Aufgabe zugefallen, für eine gedeihliche Fortentwicklung der Gesellschaft unter Anbindung an die Universität zu sorgen. Das Herbarium wurde neben der Bibliothek als Dauerleihgabe an die Universität überstellt. Seitdem verwendet, pflegt und erweitert die Universität die Sammlung.

Website der Gesellschaft 
  
Publikationen
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