Das Informationssystem zu Sammlungen und Museen
an deutschen Universitäten
Gefördert durch

Alle anzeigen
Observatorium astronomicum*

Allgemein
BezeichnungObservatorium astronomicum*
Besonderer Status*Aufgelöst
UniversitätNürnbergische Universität Altdorf (seit 1809 geschlossen)
UniversitätsortAltdorf bei Nürnberg
Museums- und SammlungsartNaturwissenschaft & Technik
Museums- und SammlungsformSternwarte
SammlungsschwerpunktAstronomie
Externe Links
BeschreibungAuf einem Stadtplan von Altdorf aus dem Jahre 1638 befindet sich auf einem Turm der nördlichen Stadtmauer ein "observatorium astronomicum". Später trug das Hauptgebäude der Universität das Observatorium. Heute existiert die Sternwarte, eine der modernsten ihrer Zeit, nicht mehr.

Recknagel, 1993 
Stand der InformationenSeptember 2009
  
Bestände
Objektgruppen
Bedeutende Teilbestände
  • Planetenmodell von Georg Christoph Eimmart: heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg befindet
  
Geschichte
Ereignisse
  • Zwischen 1638 und 1657 Begründung als akademische Sammlung oder Institution
  • 1809 (vermutlich) Beendung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteDer Mathematiker Abdias Trew ( gest. 1669) ließ um 1638 eine Sternwarte errichten und brachte so die Astronomie an die Universität. Die Einrichtung ist für die Zeit bis 1657 eher als Provisorium zu betrachten, wurde aber dann durch die Reichsstadt Nürnberg voll finanziert und mit modernsten Gerätschaften ausgerüstet. 1695 schenkten die Nürnberger Kaufleute A. Ingolstetter und J. Grassel der Universität ein Planetenmodell, das von dem Astronomen Georg Christoph Eimmart (1638-1705) entworfen wurde und sich heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg befindet.
1711/12 ließ Professor Müller auf dem Dach des Hauptgebäudes ein neues Observatorium errichten, das bereits 1713 eingeweiht wurde. Hierher wurde auch das Planetenmodell von Eimmart, welches aus Messing gefertigt war, gebracht. 1811 ist die Sternwarte auf einem Stadtplan noch nachweisbar, danach findet sie keine Erwähnung mehr. Die Instrumente wurden an eine Schule und ein Realinstitut nach Nürnberg gebracht. Heute finden sich keine baulichen Spuren des Observatoriums mehr.

Recknagel, 1993; Hirsching, 1786 
  
Publikationen