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Mineral- und Suitensammlung / Werner-Museum*

Allgemein
BezeichnungMineral- und Suitensammlung / Werner-Museum*
Besonderer Status*Aufgelöst
UniversitätTechnische Universität Bergakademie Freiberg
UniversitätsortFreiberg
Museums- und SammlungsartNaturgeschichte/Naturkunde
Museums- und SammlungsformHistorische Sammlung
SammlungsschwerpunktGeologie · Geowissenschaften · Lagerstättenkunde · Mineralogie · Paläontologie · Petrologie · Sedimentologie · Stratigraphie
Externe Links
BeschreibungDie Mineraliensammlung beinhaltete Mineralien, Gesteine und Versteinerungen. Durch die Suitensammlung wurden Proben der sächsischen Erzbergwerke dokumentiert. Das "Werner-Museum" entstand durch Listenerfassung der einzelnen, von Werner systematisierten Teilsammlungen. Diese Sammlungen bildeten die Vorläufer der heutigen spezialisierten und systematisierten geo-wissenschaftlichen Sammlungen der Bergakademie. 
  
Bestände
Objektgruppen
Bedeutende Teilbestände
  • Werner-Museum
    • Oryktognostische Sammlung (systematische Mineralsammlung)
    • Kennzeichen-Sammlung
    • Edelsteinsammlung
    • Schaustufensammlung
  • Geognostische Sammlung (Gesteinssammlung)
  • Geographische Sammlung (regionale Mineralogie)
  • Versteinerungssammlung
  • Conchylien-Sammlung
  • Zoophyten-Sammlung (u.a. Herbarium)
  
Geschichte
Ereignisse
  • 1817 Beendung als akademische Sammlung oder Institution
Personen
GeschichteBereits vor der Gründung der Bergakademie Freiberg existierten Lehrsammlungen, die Johann Friedrich Henkel (1678-1744) und Christlieb Ehregott Gellert (1713-1795) angelegt hatten, um ihre mineralogisch-chemischen Lehrunterweisungen anschaulich und begreiflich zu machen. Die ersten Sammlungen der Bergakademie gehen auf Schenkungen ihrer beiden Gründer zurück und waren im „Academischen Stuffensaal“ in Friedrich Wilhelm von Oppels (1720-1769) Wohnhaus untergebracht. Diese Sammlungen wurden unter dem Hochschullehrer Johann Friedrich Wilhelm Charpentier (1738-1805) als Mineral- und Suitensammlung erstmals systematisiert.
Abraham Gottlob Werner (1749-1817) gilt als Begründer der wissenschaftlichen Mineralogie und wurde 1775 an die Bergakademie berufen. Werner war es, der einen Katalog als Richtlinie für die Errichtung geo-wissenschaftlicher Sammlungen erstellte. Darin empfiehlt er, die Klassifizierung nach folgenden Punkten vorzunehmen: äußeren Kennzeichen, natürlicher Ordnung, dem System der „Lehre der Gebirge“, einem geographischen Ordnungsprinzip und nach Gesichtspunkten des Gebrauchs.
Die Oryktognostische Sammlung (systematische Mineralsammlung), die Kennzeichen-Sammlung, die Edelsteinsammlung sowie die Schaustufensammlung wurden als "Werner-Museum" von Köhler (1795-1820) durch Listen erfasst. Sie bilden heute zusammen mit den anderen fünf Teilsammlungen Bestandteile der geo-wissenschaftlichen Sammlungen der Bergakademie.
Mit der Aufgliederung der geo-wissenschaftlichen Ausbildung in Mineralogie und Geologie/Lagerstättenkunde nach Werners Tod 1817 wurden auch die Sammlungsbestände thematisch getrennt und spezialisiert weiterentwickelt.