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Ernst Buschor (1886-1961)

Person
InfoArchäologe 
PND 118665448
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Ereignisse
  • 1886 Geburtsjahr
  • 1961 Sterbejahr
  
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Wikipedia
Ernst Heinrich Buschor (* 2. Juni 1886 in Hürben (seit 1902 Ortsteil von Krumbach (Schwaben)); † 11. Dezember 1961 in München) war ein deutscher Klassischer Archäologe. Buschor war einer der einflussreichsten Archäologen seiner Zeit und beeinflusste die klassische Archäologie noch bis weit nach seinem Tod.Ernst Buschor besuchte von 1895 bis 1904 das Melanchthon-Gymnasium Nürnberg. Er studierte von 1904 bis 1912 an der Ludwig-Maximilians-Universität München Altertumswissenschaften, wo er maßgeblich vom Archäologen Adolf Furtwängler beeinflusst wurde. Buschor wurde bei Paul Wolters im Jahr 1912 promoviert. Von 1912 bis 1914 hatte er das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. Von 1915 bis 1918 nahm er am Ersten Weltkrieg teil. Ihm wurde das Eisernes Kreuz 2. Klasse 1917 und der Bayerische Militärverdienstorden 1918 verliehen. Buschor wurde 1919 in Erlangen außerordentlicher und 1920 in Freiburg ordentlicher Professor. Von 1922 bis 1929 war er erster Direktor der Abteilung Athen des Deutschen Archäologischen Instituts, wo er unter anderem Ausgrabungen in Athen, Olympia und in Amyklai bei Sparta durchführte. Anschließend lehrte er von 1929 bis 1954 als Professor für Archäologie an der Universität München. Ab 1929 war er außerdem Leiter des Münchner Museums für Abgüsse Klassischer Bildwerke. Er leitete von 1925 mit Unterbrechungen bis 1961 die Ausgrabungen auf Samos und leistete wichtige Beiträge zum Verständnis der griechischen Kunst der Archaik. Buschor war nicht Mitglied der NSDAP. Er gehörte aber wohl seit dem Jahr 1934 dem Nationalsozialistischen Lehrerbund an und war seit 1938 Mitglied der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt. Von Frühjahr 1946 bis Herbst 1947 war er durch die amerikanische Militärregierung als Professor suspendiert.Ernst Buschor erhielt zahlreiche Ehrungen. 1937 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Athen. 1959 wurde ihm der Orden Pour le mérite verliehen. Buschor war Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts (seit 1921), der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (seit 1931), des Österreichischen Archäologischen Instituts (1930). Er übersetzte sämtliche 31 erhaltenen griechischen Tragödien von Aischylos, Sophokles und Euripides.